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„Fly Me To The Moon“
13. November 2015, München, Deutsches Museum – Ehrensaal

Zahlreiche Zuschauer im Ehrensaal des Deutschen Museums lauschten gespannt dem Klassiker Frank Sinatras. Das Deutsche Museum mit einer Sonderveranstaltung des Freundes- und Förderkreises und der Veranstaltung „Wissenschaft für jedermann“  hätte wohl keine treffendere Einleitung für die bevorstehenden zwei Stunden finden können: Auf dem Podium des Ehrensaals standen Charles Moss Duke und Prof. Dr. Gerd Hirzinger (ehem. DLR). “Charlie” Duke war der zehnte Mensch auf dem Mond und ist heute der jüngste Astronaut der Apollo Mission. Die Gäste des Deutschen Museums hatten die Chance, aus erster Hand zu erfahren, wie abenteuerlich die 5. Mondlandung stattfand.
Der 80-jährige Charlie Duke in seiner blauen NASA-Pilotenjacke berichtete lebendig und sympathisch über seine ersten Schritte auf dem Erdtrabanten und seine nicht ganz ungefährlichen Albereien. Charlie Duke hatte zahlreiche Fotografien und Originalfilme im Gepäck. Interessant waren auch seine Anekdoten und Insiderinformationen zu den Bildern, die nun schon seit über 40 Jahren um die Welt gehen. Mit hoch aufgelösten aktuellen Fotografien von der Landestelle mit den LRO-Cameras (LROC), auf denen der zurückgelassenen Rover, die Forschungsstation (ALSEP) und das Landemodul gut zu erkennen sind, dürfte er allen Verschwörungstheoretikern letztendlich den Wind aus den Segeln genommen haben.


Prof. Dr. Gerd Hirzinger (ehem. DLR) und Charlie Duke (Apollo 16)

 


Jürgen Dudowits und Charlie Duke, Charlie Duke trägt eine Oculus-VR-Brille und steuert den virtuellen Mond-Rover

 


Dorothy Duke, Charlie Duke (Apollo 16) und Prof. Dr. Gerd Hirzinger (ehem. DLR)

 

„Einfach unvorstellbar das Ganze!“

Prof. Dr. Gerd Hirzinger brachte seine Bewunderung über die menschliche Leistung rund um die Mondlandung zu Beginn seins Vortrags noch einmal zum Ausdruck, indem er darauf hinwies, dass alle Mondlandungen (1969-1972) mit Computern stattfanden, deren Rechenleistung einen Bruchteil der Leistung von heutigen Smartphones entspricht.

Charlie Duke (Apollo 16) – Prof. Gerd Hirzinger – Time in the Box – Deutsches Museum   (2:35 Min.)

 

Prof. Wolfgang Heckl im Deutschen Museum über Virtual Reality   (1:49 Min.)

 

Charlie Duke – „The Adventure to the Moon“   (5:20 Min.)

 

Einmal mit dem Lunar Rover über den Mond fahren

Prof. Dr. Gerd Hirzingers Liebe zur Raumfahrt ist unbestritten. Er leitete von 1992 bis 2012 das DLR-Institut für Robotik und Mechatronik. Einen spektakulären Durchbruch für die deutsche Raumfahrt feierte er im Frühjahr 1993 mit dem Experiment ROTEX, dem ersten Roboter im Weltall während der D2-Mission an Bord des Space Shuttles Columbia.
Schon seit langem beschäftigte ihn die Vision, wie man die Erkenntnisse, Methoden und Technologien, die in der Luft und Raumfahrt zum Einsatz kommen, auch für das Thema „Digitales Kulturerbe“ nutzen kann. So spannte er in seinem Vortrag den Bogen von der Robotik bis hin zur vollautomatischen Generierung virtueller Welten. Es geht also um fotorealistische virtuelle Welten, in denen sich der Betrachter frei bewegen und interagieren kann.
Diese Welten haben die Besucher des Vortrages gleich live erleben können: Sämtliche virtuelle Szenen konnten sie von Prof. Gerd Hirzingers Vortrag in 3D-Stereo betrachten. Die von Time in the Box GmbH erschaffenen Szenerien wurden auf eine große 3D-Leinwand projiziert und das Time in the Box -Team steuerte die Show in Echtzeit.
Als Höhepunkt steuerte Jürgen Dudowits zum Abschluss der Veranstaltung den Moon Rover der Apollo 16-Simulation. Er demonstrierte eine detailgetreue virtuelle Rekonstruktion des Mondfahrzeugs. Charlie Duke verfolgte die Simulation sichtlich mit Spannung.

Audience_Rover
Lunar Rover-Simulation

 

apollo16_wireframe
Drahtgitterdarstellung der Landingsite (Apollo 16)

 

LRV_02
Realtime Simulation